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Datensicherheit im Homeoffice: Darauf sollten Unternehmen achten

Home sweet Home(office): Laut einer jüngsten Umfrage der des Bitkom haben 70 Prozent der deutschen Unternehmen Homeoffice eingeführt oder haben das noch vor. Ein Recht auf den heimischen Arbeitsplatz mag es vielleicht nicht geben, obwohl es derzeitig diskutiert und gefordert wird. Aber sicher ist: die digitale Heimarbeit ist gekommen, um zu bleiben. Sie ist ohne Frage praktisch für Mitarbeiter und Unternehmen – aber das Thema birgt auch Sicherheitsrisiken, wenn es nicht strategisch angegangen wird. 

Es genügt beispielsweise nicht, von daheim auf seine geschäftlichen Mails zugreifen zu können, Daten per Dropbox auszutauschen und sich ansonsten irgendwie digital durchzulavieren. Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung, brachte es im Oktober 2020 in ihrem Statement zum Lagebericht der IT-Sicherheit auf den Punkt: „Zu Beginn der Corona-Pandemie war für viele Unternehmen das einzige Ziel, ihr Kerngeschäft aufrechthalten zu können. Beim Wechsel zu Tele-Arbeit und Homeoffice spielte IT-Sicherheit nur eine untergeordnete Rolle. Das hat es vielen Cyberkriminellen leichter gemacht, IT-Systeme anzugreifen.“ Was müssen Unternehmen also berücksichtigen, um ihre Datensicherheit zu bewahren? 

 

Mitarbeiter aufklären und schulen 

Alle Beschäftigten müssen zunächst einmal wissen, worauf sie zu achten haben und an welchen Stellen Gefahren lauern. Von daheim sensible Unternehmensdaten schnell auf einen Dropbox-Account hochladen und teilen (oder auch nicht) ist beispielsweise ein potenzieller Knackpunkt. Firmeneigene Laptops oder Handys für private Zwecke zu benutzen und diverse Apps darauf zu installieren ein weiterer. Vermeiden Sie Unklarheiten, indem Sie eine klare und verbindliche Homeoffice-Richtlinie aufsetzen und kommunizieren. Stimmen Sie sich dazu eng mit Ihrem IT-Dienstleister oder der hauseigenen IT-Abteilung ab. 

 

Einfacher Zugang ja, digitale Open-door-Policy nein 

Es gibt Unternehmen, die Ihre Anwendungen über das Web öffentlich für den Remote-Zugriff ihrer Mitarbeiter zugänglich machen. Im Sinne einer Quick-and-dirty-Lösung trifft das genau den Punkt dessen, was Susanne Dehmel vom Bitkom mit ihrem Statement meinte. Wesentlich sicherer sind virtualisierte Desktops, die einen einfachen und zugleich verschlüsselten, also sicheren, Fernzugriff ermöglichen.  

Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen 

Heute muss jeder Anwender überall aus und für jedes Endgerät einen Remote-Zugriff haben. Egal, ob es sich um Web-, Mobil-, Cloud-/SaaS- und Client-Server-Anwendungen oder gehostete Desktops handelt. Darum sind Funktionen zur Ermittlung der Anwenderidentität für eine hohe Sicherheit heutzutage unverzichtbar. Mithilfe einer Zwei-Faktor-Authentifizierung beispielsweise muss jeder Anwender seine Identität verifizieren, bevor ihm Zugriff auf Anwendungen oder Daten gewährt wird. Keine Frage, niemand will sich komplexe Anmeldedaten merken müssen. Darum gibt es verschiedene Wege, diesen Abgleich herzustellen – beispielsweise per Code, der über eine Authentifizierungsapp an den User verschickt wird. 

Nutzerrechte anwendungsorientiert vergeben 

Mit der klassischen SSL-VPN-Verschlüsselung haben Mitarbeiter Zugriff auf zahlreiche Ressourcen, mitunter gesamte Netzwerke. Aber nicht alle Beschäftigten benötigen einen derart umfassenden Zugriff. So lassen sich mittels der sogenannten Micro-VPN-Funktion beispielsweise sichere Verbindungen für eine einzelne Anwendung herstellenDamit zusammenhängend kann man auch die Möglichkeiten von Client-Endgeräten grundsätzlich beschränken – und das wiederum reduziert die Gefahr von negativen Auswirkungen bei eventuell infizierten Endgeräten. 

 

Am Ende entscheiden Sie darüber, wie sicher das Arbeiten von unterwegs oder daheim Ihrer Beschäftigten tatsächlich ist. Und das hat direkte Auswirkungen auf Ihre IT-Sicherheit. 

Corona, Desktop-Virtualisierung und die 50-Prozent-Marke

Jeder zweite Beschäftigte arbeitet laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom während der Corona-Krise ganz oder zumindest teilweise von zu Hause. Das ist eine beachtliche Entwicklung in solch kurzer Zeit. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Thema Desktop-Virtualisierung bei manchen Unternehmen zuvor nicht ganz oben auf der Prioritätenliste stand. Die Krise hat gezeigt, wie wichtig eine Virtual Desktop Infrastructure tatsächlich ist. Denn dadurch kann die Arbeit unterbrechungsfrei von daheim weitergehen. Das sichert Unternehmen Geschäftskontinuität.

Mit zusätzlicher Verlagerung der Server-Infrastruktur in ein Rechenzentrum: Dies gewährleistet einen höheren Datenschutz und eine verbesserte IT-Sicherheit. Mitarbeiter greifen von ihren Geräten über eine sichere und verschlüsselte Verbindung auf die Benutzeroberfläche zu. Was in diesen Zeiten in großem Maßstab stattfindet, ist in gewisser Weise ein unfreiwilliger Stresstest für Mensch und Maschine. Die spannende Frage aus IT-Sicht: Halten die Systeme den in kurzer Zeit stark angestiegenen Anfragen durch die Nutzer stand? Die Antwort erleben wir aktuell: es funktioniert.

Das Raum-Zeit-Kontinuum des IT-Arbeitsplatzes durchbrechen

Und es zeigt sich, wie wichtig es ist, eine Virtual Desktop Infrastructure zu finden, die sich schnell einrichten lässt, zuverlässig funktioniert und einen hohen Benutzerkomfort ermöglicht. Mit Citrix Workspace sind wir diesbezüglich sehr gut aufgestellt und können unseren Kunden genau das bieten, was sie jetzt so dringend benötigen: Eine Flexibilisierung ihres bisherigen Raum-Zeit-Kontinuums mit smarten Features für zeitgemäßes und mobiles Arbeiten, mit Software-as-a-Service-Anwendungen (SaaS), Filesharing-Diensten und weiteren Web-Applikationen. Und die Mitarbeiter, auch das zeigt sich derzeit, erleben in dieser virtuellen Umgebung ein besseres Arbeitserlebnis. Nicht nur, weil sie Anwendungen und Endgeräte selbst wählen und praktisch von überall aus arbeiten können, wo sie Internetzugang haben. Sondern auch, weil viele hardwareintensive Anwendungen, die bislang vielleicht auf älterer Hardware in der Firma schleppend liefen, in der virtuellen Umgebung aus der Cloud einen spürbaren Geschwindigkeitsschub erleben.

Die Zukunft gehört dem Homeoffice

Das stimmt mich zuversichtlich für die Zeit nach der Krise. Denn die wird es zweifelsohne geben. Und in dieser Zeit wird die Desktop-Virtualisierung wichtiger werden. So erleben wir aktuell einen regelrechten Umbruch in der Arbeitswelt, der sich für Unternehmen und ihre Mitarbeiter langfristig positiv auswirken wird. Die Strukturen, die Firmen nun schaffen, werden sie nicht mehr zurückbauen. Und die Mitarbeiter, die nun im Homeoffice erleben, wie gut Desktop-Virtualisierung funktioniert, werden diese Arbeitsweise künftig häufiger nutzen als bislang. Spannend wäre es, wenn der Bitkom in einem halben Jahr eine Anschluss-Befragung durchführen würde. Um bei denjenigen noch einmal nachzuhaken, für die diese Art des Arbeitens heute neu ist. Wenn ich einen Tipp abgeben müsste, prognostiziere ich: Die allermeisten von ihnen werden großen Gefallen daran gefunden haben, schnell, ortsungebunden und zeitlich flexibler als bisher zu arbeiten. Und das steigert nicht zuletzt auch die Mitarbeitermotivation.

Übrigens: Wenn Sie sich für die technischen Aspekte von Citrix interessieren: Mein Kollege Marco Hofmann ist unser Citrix Technologie Advocate (CTA) und schreibt auf seinem Blog „My Little Farm“ zu allen Neuigkeiten rund um das Thema. Besuchen Sie seine kleine virtuelle Farm doch einmal. Und bei allen Fragen rund um das Thema Desktop-Virtualisierung sprechen Sie mich gerne an.