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„Be water my friend“ – Bruce Lee und die Cloud 

Wir nutzen viele bildhafte Umschreibungen für Unnachgiebigkeit und Standfestigkeit: „Wie ein Fels in der Brandung stehen“, „eisenhart bleiben“ oder „sich verwurzeln“. Beharrlichkeit hat zweifelsfrei nicht nur aus sprachlicher Sicht etwas Faszinierendes. Das gilt auch im Unternehmenskontext, denn letztlich ist jede Geschäftsidee der Unnachgiebigkeit ihrer Erfinder zu verdanken. Von etwas derart überzeugt zu sein, dass man es gegen alle Widerstände verteidigt, ist durchaus beachtlich. Aber es blockiert unter Umständen Fortschritt und Weiterentwicklung und fördert nicht die Möglichkeiten einer besseren Zukunft. Wer beispielsweise aus Gewohnheit an alten Methoden oder alter Technologie festhält, weil er eine neue Entwicklung nicht einzuschätzen vermag, kann sein Unternehmen damit gegenüber der Konkurrenz schnell ins Hintertreffen befördern. 

 

Kontrolle und Flexibilität 

Die Devise muss also stattdessen lauten, stets flexibel und offen für Neues zu sein. Kung-Fu-Legende Bruce Lee brachte es in einem Interview von 1971 folgendermaßen auf den Punkt: „Be water, my friend!“ Denn nicht der starre Stein sei eigentlich das Sinnbild für Stärke, sondern das anpassungsfähige Wasser, das auch den stärksten Felsen aushöhlen kann. Kontrolliertheit bei gleichzeitiger Flexibilität und der nötigen Wucht in der Umsetzung, wenn nötig – das mache Wasser so stark. Übertragen auf den Unternehmenskontext kann man ableiten, dass es um das richtige Gleichgewicht dieser beiden Pole geht: Kontrolle und Flexibilität. Nicht dem einen Extrem zu verfallen und damit zu erstarren, aber auch nicht dem anderen und damit außer Kontrolle zu geraten. Beides so gut zu beherrschen wie Wasser – das ist die Kunst. 

Daten müssen fließen 

In diesem Sinne sind auch Unternehmen stets gut beraten, im Hinblick auf Ihre IT flexibel zu bleiben. Auch für sie gilt: „Be water, my friend!“ Internationale Lieferketten, Produktionsprozesse, Vertrieb und Marketing – sie alle sind auf eine flexible IT angewiesen. Informationen und Daten müssen transparent für alle Beteiligten Partner sein und fließen – ganz ähnlich wie WasserDerzeit wird kein anderes Konzept diesen hohen Anforderungen besser gerecht als Cloud-LösungenUnternehmen müssen sich bei Cloud-Services nicht mehr um das Management der Infrastruktur, Lebenszyklen von Serverkomponenten oder regelmäßige Systemupdates kümmern. Die Systeme sind außerdem standortunabhängig einheitlich und jederzeit erreichbar. 

 

Aber vor allem bieten Cloud-Lösungen deutlich mehr Flexibilität und Skalierbarkeit als reine On-Premises-Rechenzentren – zum Beispiel, wenn es darum geht, virtuelle Desktops für neue Mitarbeiter bereitzustellen. Oder die Kolleginnen und Kollegen mit virtuellen Desktops auch im Homeoffice dazu in die Lage zu versetzen, ebenso effizient weiterzuarbeiten wie im Büro. Kein Wunder also, dass diese Dienste seit letztem Jahr besonders stark nachgefragt werden. Eines ist vielen Unternehmen bereits klar: Ohne Cloud wird der digitale Wandel angesichts der stetig steigenden Anforderungen an Vernetztheit und Kommunikation schwierig. Und die meisten ziehen dabei sogenannte Hybrid-Cloud-Lösungen vor. 

 

Das Beste aus beiden Welten 

Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie von IDG Research Services, Computerwoche und CIO in Zusammenarbeit mit Dell, Intel, Google Cloud und weiteren großen IT-Unternehmen. Die Hybrid-Cloud vereint eine lokale Infrastruktur vor Ort mit Cloud-Diensten wie beispielsweise Microsoft Azure – und damit ein hohes Maß an Sicherheit und Kontrolle mit der flexiblen Skalierbarkeit, inklusive Betrieb durch einen Dienstleister. Unternehmen können auf diese Weise in all den Bereichen international in der Rechner-Wolke arbeiten, wo es sinnvoll ist. Und wenn es um kritische Anwendungen und besonders sensible Daten geht, behalten sie in der privaten Cloud ihres Unternehmens die Hoheit darüber. Das Beste aus beiden Welten, sozusagen. Und darum: „Be watermy friend!“ 

 

 

Hochverfügbarkeit: Was Raubkatzen, IT und Evolution verbindet

 

Hier spinnt ein Dienstrechner mal wieder, dort muckt ein Server im Unternehmen und benötigt Admin-Zuwendung – und meist dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Nichts als Ärger mit der IT! Immer ist irgendwas! Haben Sie das auch schon einmal gedacht? Dann habe ich zwei Zauberworte für Sie: selektive Wahrnehmung und Hochverfügbarkeit. 

Beginnen wir zunächst mit der selektiven Wahrnehmung: Ist wirklich immer irgendwas mit der IT? Oder nehmen sie das in den betreffenden Momenten nur wie durch ein Brennglas wahr? Tatsächlich blenden wir aus, wie viele Dinge gut funktionieren, weil das für uns sozusagen der Modus Operandi ist. Weicht etwas davon ab, gehen bei uns alle Alarmglocken los – diese Ereignisse prägen sich besonders ein. Diese selektive Wahrnehmung hat einen evolutionären Hintergrund, der uns zu denen gemacht hat, die wir heute sind. Stellen wir uns dazu unsere Urahnen aus längst vergangenen Zeiten vor. Hochverfügbar war für sie gar nichts, weder Nahrung noch Wärme noch eine sichere Unterkunft. Sie waren darauf angewiesen, ihre Umgebung genau zu beobachten und Schlussfolgerungen zu ziehen. Wer dabei zugeschaut hat, wie sein Stammeskollege vom Blitz getroffen oder von einem Tiger gefressen wurde, erinnert sich lange daran. Evolutionär bedingt war es also entscheidend, dass wir uns eher an die schlechten Momente erinnern, um aus Fehlern zu lernen. Und dieses Erbe unserer Vorväter tragen wir noch heute in uns. 

 

Die vielen Gesichter der Hochverfügbarkeit 

„Schön und gut“, mögen Sie denken, „und wie hilft Ihnen das jetzt bei Ärger mit Ihrer IT?“ Nun, die gute Nachricht vorweg: Sie werden von einem streikenden Laptop nicht gefressen und von einem ausgefallenen Server nicht erschlagen – außer Sie stehen im falschen Moment sehr, sehr ungünstig. Nehmen Sie diese selektive Wahrnehmung aber dennoch durchaus ernst und nutzen Sie die nächste Ausfallzeit um zu überlegen, wie wichtig es Ihnen ist, derlei Ereignisse zu minieren. Wie viel Ausfallzeit im Laufe eines Jahres wäre für Sie und Ihr Geschäft akzeptabel, bevor vielleicht nicht Ihr Laptop, aber der Kunde Sie frisst? Ein paar Tage, Stunden oder Minuten? Bei der Antwort darauf hilft Ihnen vielleicht die Überlegung, was Hochverfügbarkeit eigentlich ist und worauf sie sich bezieht. 

 

Nehmen wir einmal an, dass Sie einen Webshop betreiben, der auf einem Server gehostet ist. Die Verfügbarkeit des Servers ist sensationell, darum wiegen Sie sich in Sicherheit. Aber dann kommt es beim Shop immer wieder zu Ausfällen und Ihre Kunden sind verärgert. Wie kann das sein? Die Verfügbarkeit bezieht sich in diesem Beispiel auf die Hardwareseite. Die Server sind nämlich auch dann verfügbar, wenn etwas mit dem Shop nicht stimmt, weil er vielleicht durch einen weiteren Dienstleister betreut wird, der womöglich einen Fehler beim letzten Update gemacht hat. Hoppala. Als Webshop-Betreiber ärgern Sie sich natürlich, weil Sie eine andere Art von Verfügbarkeit erwartet hatten. Umso wichtiger ist es also, sich im Vorfeld klar zu machen, welche Verfügbarkeit tatsächlich benötigt wird. Hier hilft ein IT-Dienstleister, der Sie gewissenhaft berät und auf solche Aspekte hinweist, an die Sie im Vorfeld vielleicht nicht unbedingt gedacht hätten. 

 

Auf die Nachkommastellen kommt es an 

Wenn Sie online nach Hochverfügbarkeiten suchen, werden Sie kein einziges Angebot unter 99 Prozent finden. Und das klingt doch schon sensationell! Wer wird denn da so kleinkariert auf etwaige Nachkommastellen achten? Doch genau da liegt der kleine, aber sehr feine Unterschied. Ein System mit einer prozentualen Verfügbarkeit von 99 Prozent bedeutet eine jährlich erlaubte Ausfallzeit von über 80 Stunden, das entspricht mehr als zehn Arbeitstagen. Bei 99,7 Prozent schrumpft diese Zeit schon deutlich auf etwas mehr als einen Tag im Jahr zusammen. Und mit 99,99 Prozent, wie die Microsoft Azure Cloud sie bietet, bewegen wir uns bei Ausfällen von weniger als einer Stunde pro Jahr. Dazu kommt allerdings stets die Verfügbarkeit des Netzes. Wenn beispielsweise bei Bauarbeiten in Frankfurt versehentlich eine Internetleitung gekappt wird, kann ein dort beheimateter Kunde nicht mehr auf seine virtuellen Dienste zugreifen – es sei denn, er wappnet sich mit einer Backup-Lösung via 4G oder 5G, die in einem solchen Fall einspringt und ein Weiterarbeiten ermöglicht.

Eine Verfügbarkeit von 99,99 Prozent lässt sich mit der eigenen IT eines mittelständischen Unternehmens nicht wirtschaftlich abbilden. Dazu müssten die IT-Experten eine 24/7-Notrufbereitschaft haben, die Server redundant an mehreren Standorten bereitstehen und so einige andere teure Checkboxen in der Technik-Wunschliste angeklickt sein. Dabei reden wir noch gar nicht von der Sicherheit gegen Angriffe von außen. Der Cloudservice bietet hier eine wesentlich erschwinglichere Lösung – und Sie müssen Ihren Kunden nie mehr erklären, warum Sie ausgerechnet jetzt ein wichtiges Angebot nicht rüberschicken können, weil die Hardware gerade streikt. Und das wiederum lässt dann bei Ihren Kunden erst gar keine selektive Wahrnehmung irgendeiner Art aufkommen. 

 

Anaxco IT-Sicherheit Teaserbild Mann bekommt Schlag ins Gesicht Cybersecurity IT-Sicherheit Datensicherheit Cyberkriminalität Cloud Hackerangriff

Strategie: „Everybody has a plan until they get punched in the mouth“

Mike Tyson wurde im Alter von nur 20 Jahren zum jüngsten Schwergewichtschampion der Boxgeschichte. Als „Iron Mike“ machte er sich einen Namen für seine harten Schläge, die vielen seiner Kontrahenten schon vor dem Match Respekt einflößten. Wer gegen ihn gewinnen wollte, musste nicht nur mental fit sein, sondern auch strategisch klug agieren können. 

So wie Evander Holyfield. Der stieg 1996 zu einem Kampf gegen Mike Tyson noch einmal in den Ring, den er eigentlich vier Jahre zuvor schon verlassen haben wollteDie Wetten standen 15:2 gegen ihn. Doch Holyfield rechnete sich selbst gute Chancen gegen „Iron Mike“ aus, wenn er seinen Plan umsetzten könnte. Mike Tyson, im Vorfeld auf die möglichen Strategien seines Gegners angesprochen, meinte dazu nur: „Everybody has a plan until they get punched in the mouth.“ Und dann geschah das Unerwartete: Holyfield gewann tatsächlich gegen den vermeintlich überlegenen Schläger, weil er einen Plan hatte und diesen während des Matches anpassen konnte. Und zwar trotz aller harten Schläge, die er einstecken musste. 

 

IT ist wie Boxen – nur ohne Rippenbrüche 

Die Moral von der Geschichte wird allerdings oft falsch ausgelegt. Everhält sich keineswegs so, dass Tyson etwas gegen Strategie oder Pläne hätte. Ohne Vorbereitung und Training hätte auch er es sonst nicht bis an die Spitze des Boxolymps geschafft. Die Frage ist vielmehr, wie man reagiert, wenn man den ersten harten Treffer einsteckt – und zwar trotz aller sorgfältigen Planung. Wie hält man sich im Ring? Das gilt nicht nur für den Boxsport, sondern auf einer übertragenen Ebene für viele Bereiche, und im Besonderen für die IT. Ein realistischer Plan, der den Anforderungen des Unternehmens gerecht wird, ist die Grundlage aller weiteren Entscheidungen. Das beginnt bei der Abwägung des passenden Betriebskonzepts, ob eigene Serverhardware, der Weg in die Cloud oder doch erst in ein externes Rechenzentrum. Besonders aktuell ist derzeit das Thema Datensicherheit, Cyberkriminalität boomt. Wer zu weit weg von seinen Anforderungen plant, Bedrohungssituationen falsch einschätzt oder gar IT-Sicherheitsaspekte völlig ignoriertder läuft Gefahr, schon beim ersten schweren Treffer im übertragenen Sinne auf die Bretter zu gehen.  

 

Harte Punches und flexible Planung 

Tyson und Holyfield haben eines gezeigt: Auch der beste Plan wird den ersten Schlag ins Gesicht nicht unbeschadet überstehen. Aber es ist wichtig, einen guten Plan und eine ausgeklügelte Strategie zu haben. Man will dem ersten heftigen Punch möglichst lange ausweichen und selbst angreifen. Wenn er dann doch trifft, gilt es zu improvisieren, nicht auf die Bretter zu gehen und sich schnell der veränderten Realität nach dem ersten Punch anzupassen. damit nicht direkt der Knock-out folgt. Ein guter Plan übersteht diesen harten Punch in seiner grundsätzlichen Strukturweil er flexibel angepasst werden kann. Weil er bestimmte Szenarien beinhaltet und alle Beteiligten schnell wissen, wie sie wieder aus den Seilen kommen. Dass solche harten Schläge trotz aller guten Planung auch treffen können, steht außer Frage. 

Daran hat auch Evander Holyfield damals nicht gezweifelt. Um darauf vorbereitet zu sein, hilft der richtige Partner an seiner Seite. Einer, der das Business kennt und im Sparring mit dem Kunden wichtige Tipps aus der IT-Praxis geben kann. Sozusagen ein Trainer, der sich nicht darauf verlässt, dass es schon irgendwie gut gehen wird und diese schweren Schläge niemals kommen. Sondern ein echter Partner, der seinen Kunden bestmöglich darauf vorbereitet, nicht gleich K.O. zu gehen. Zum Beispiel, indem er ihm hilft sich darauf vorzubereiten, wie man sich gegen Serverausfälle wappnet. Oder auch, wie man im schlimmsten Falle schnellstmöglich wieder die Betriebsfähigkeit herstellen kann. Und was bei einem Hackerangriff zu tun ist. Entscheidend ist, zusammen mit dem Partner die angemessene und sichere IT-Struktur zu eruieren, einzuführen und sie auf einem hohen Niveau immer wieder anzupassen – und zwar bevor der Punch kommt. Denn wer erst einmal benommen auf die Bretter geschickt wird, hat definitiv gerade keinen Kopf für strategische Visionen. 

Übrigens, wenn Sie sich das mit den Plänen und den Punches einmal vom „Baddest Man on the Planet“ höchstselbst erklären lassen wollen: Mike Tyson ist seit dem Ende seiner Boxerkarriere als Keynote Speaker unterwegs. Wenn es um IT-Themen geht, sollten Sie allerdings besser jemanden fragen, der sich damit auskennt. Ich könnte Ihnen da jemanden empfehlen … 

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Datensicherheit im Homeoffice: Darauf sollten Unternehmen achten

Home sweet Home(office): Laut einer jüngsten Umfrage der des Bitkom haben 70 Prozent der deutschen Unternehmen Homeoffice eingeführt oder haben das noch vor. Ein Recht auf den heimischen Arbeitsplatz mag es vielleicht nicht geben, obwohl es derzeitig diskutiert und gefordert wird. Aber sicher ist: die digitale Heimarbeit ist gekommen, um zu bleiben. Sie ist ohne Frage praktisch für Mitarbeiter und Unternehmen – aber das Thema birgt auch Sicherheitsrisiken, wenn es nicht strategisch angegangen wird. 

 

Es genügt beispielsweise nicht, von daheim auf seine geschäftlichen Mails zugreifen zu können, Daten per Dropbox auszutauschen und sich ansonsten irgendwie digital durchzulavieren. Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung, brachte es im Oktober 2020 in ihrem Statement zum Lagebericht der IT-Sicherheit auf den Punkt: „Zu Beginn der Corona-Pandemie war für viele Unternehmen das einzige Ziel, ihr Kerngeschäft aufrechthalten zu können. Beim Wechsel zu Tele-Arbeit und Homeoffice spielte IT-Sicherheit nur eine untergeordnete Rolle. Das hat es vielen Cyberkriminellen leichter gemacht, IT-Systeme anzugreifen.“ Was müssen Unternehmen also berücksichtigen, um ihre Datensicherheit zu bewahren? 

 

Mitarbeiter aufklären und schulen 

Alle Beschäftigten müssen zunächst einmal wissen, worauf sie zu achten haben und an welchen Stellen Gefahren lauern. Von daheim sensible Unternehmensdaten schnell auf einen Dropbox-Account hochladen und teilen (oder auch nicht) ist beispielsweise ein potenzieller Knackpunkt. Firmeneigene Laptops oder Handys für private Zwecke zu benutzen und diverse Apps darauf zu installieren ein weiterer. Vermeiden Sie Unklarheiten, indem Sie eine klare und verbindliche Homeoffice-Richtlinie aufsetzen und kommunizieren. Stimmen Sie sich dazu eng mit Ihrem IT-Dienstleister oder der hauseigenen IT-Abteilung ab. 

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Einfacher Zugang ja, digitale Open-door-Policy nein 

Es gibt Unternehmen, die Ihre Anwendungen über das Web öffentlich für den Remote-Zugriff ihrer Mitarbeiter zugänglich machen. Im Sinne einer Quick-and-dirty-Lösung trifft das genau den Punkt dessen, was Susanne Dehmel vom Bitkom mit ihrem Statement meinte. Wesentlich sicherer sind virtualisierte Desktops, die einen einfachen und zugleich verschlüsselten, also sicheren, Fernzugriff ermöglichen.  

Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen 

Heute muss jeder Anwender überall aus und für jedes Endgerät einen Remote-Zugriff haben. Egal, ob es sich um Web-, Mobil-, Cloud-/SaaS- und Client-Server-Anwendungen oder gehostete Desktops handelt. Darum sind Funktionen zur Ermittlung der Anwenderidentität für eine hohe Sicherheit heutzutage unverzichtbar. Mithilfe einer Zwei-Faktor-Authentifizierung beispielsweise muss jeder Anwender seine Identität verifizieren, bevor ihm Zugriff auf Anwendungen oder Daten gewährt wird. Keine Frage, niemand will sich komplexe Anmeldedaten merken müssen. Darum gibt es verschiedene Wege, diesen Abgleich herzustellen – beispielsweise per Code, der über eine Authentifizierungsapp an den User verschickt wird. 

Nutzerrechte anwendungsorientiert vergeben 

Mit der klassischen SSL-VPN-Verschlüsselung haben Mitarbeiter Zugriff auf zahlreiche Ressourcen, mitunter gesamte Netzwerke. Aber nicht alle Beschäftigten benötigen einen derart umfassenden Zugriff. So lassen sich mittels der sogenannten Micro-VPN-Funktion beispielsweise sichere Verbindungen für eine einzelne Anwendung herstellenDamit zusammenhängend kann man auch die Möglichkeiten von Client-Endgeräten grundsätzlich beschränken – und das wiederum reduziert die Gefahr von negativen Auswirkungen bei eventuell infizierten Endgeräten. 

 

Am Ende entscheiden Sie darüber, wie sicher das Arbeiten von unterwegs oder daheim Ihrer Beschäftigten tatsächlich ist. Und das hat direkte Auswirkungen auf Ihre IT-Sicherheit. 

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Jetzt digital: Drei gute Gründe, die Digitalisierung jetzt voranzutreiben

„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: ‚schnellere Pferde‘.“ Dieses Zitat wird Automobilpionier Henry Ford zugeschrieben. Die Frage – so könnte ich mir vorstellen – lautete vielleicht, warum er denn so sehr von Autos überzeugt sei, obwohl Pferde doch alles böten, was die Menschen brauchen. Aber Innovationen entstehen eben nicht aus dem Festhalten an dem, was ist. Sondern daraus, vorauszuschauen, neue Wege zu gehen und sich bietende Möglichkeiten zu ergreifen. So ist es auch mit der Digitalisierung. Und gerade jetzt gibt es drei sehr gute Gründe für Unternehmen, die Digitalisierung ihres Betriebs zu forcieren.

  1. Die bundesweite Förderung „Digital Jetzt!“ gibt Finanzhilfen

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt mit dem finanziellen Förderprogramm „Digital Jetzt!“ kleine und mittlere Unternehmen bis 499 Beschäftigten bei ihren Digitalisierungsvorhaben. Dazu gibt es zwei Fördermodule, die für Investitionen in digitale Technologien oder auf Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeitenden gedacht sind. Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen, bei Investitionen von Wertschöpfungsketten oder -netzwerken kann sie sogar bis zu 100.000 Euro betragen. Wichtig: Die Investitionen in Hard- und Software sind förderfähig, wenn ein direkter inhaltlicher Bezug zum Digitalisierungsvorhaben oder den Förderzielen besteht. Ihr Einsatz muss also mit neuen Funktionen oder Verbesserungen im Hinblick auf die bestehende Ausgangssituation der Digitalisierung im Unternehmen verbunden sein. Weil Anträge ab dem 7. September 2020 online eingereicht werden können und es einige Auflagen zu beachten gibt, lohnt es sich, die entsprechenden Unterlagen so bald wie möglich bereit zu machen. Denn zum Einreichen der Förderung wird ein Digitalisierungsplan benötigt, der das gesamte Digitalisierungsvorhaben beschreibt. Weitere Informationen zur Förderung haben wir in unserem Newsbeitrag zu „Digital Jetzt!“ beschrieben.

  1. Die Pandemie-Krise hat gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist

Gerade in schweren Krisenzeiten wird der Rotstift bei zahlreichen Projekten angesetzt, die keine kurzfristige Liquidität bringen. Dabei haben wir gerade erlebt – und erleben es noch – wie sehr Unternehmen in der Krise davon profitieren, wenn sie sich digital gut aufgestellt haben. Wenn Mitarbeiter beispielsweise problemlos von zu Hause arbeiten können oder bestimmte Prozesse vollautomatisiert sind. Wie wichtig allein die Desktop-Virtualisierung ist, haben wir nun sozusagen in einem unfreiwilligen Feldtest erlebt. Umso wichtiger also, diese Lehren auch anzunehmen und entsprechend umzusetzen. Gerade kurzfristig ergebniswirksame Maßnahmen wie Homeoffice-Lösungen oder ein sicherer Betrieb von Hardware sowie der IT-Infrastruktur rechnen sich vergleichsweise schnell. Die Corona-Krise hat gezeigt, zu welchem Digitalisierungstreiber ein Virus werden kann. Wer sich nun durch die relativ konstanten Fallzahlen hierzulande in Sicherheit wähnt und Digitalisierungsprojekte weiterhin aufschieben will, setzt auf das falsche Pferd. Das Stichwort lautet: digitale Resilienz.

  1. Digitale Technologien sind zentral für den Unternehmenserfolg

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 603 Unternehmen aller Branchen geben 90 Prozent der Befragten an, dass Big Data und Datenanalyse von sehr großer oder eher großer Bedeutung für die künftige Wettbewerbsfähigkeit seien. Das klingt zunächst einmal vorbildlich, allerdings steht diese Aussage im Kontrast zum tatsächlichen Einsatz von Technologien in Unternehmen, die in derselben Umfrage konstatiert wird. Demnach gaben 62 Prozent an, Big Data oder Datenanalyse entweder bereits einzusetzen oder deren Einsatz zumindest zu planen oder zu diskutieren. Das klingt dann doch schon zurückhaltender. Dabei sind die Ableitungen, die sich aus einer guten Analyse auf der Grundlage einer soliden Datengrundlage ableiten treffen lassen, bares Geld wert. Auslastungen, Prozessoptimierungen und vieles mehr werden damit möglich. Gerade die Datenanalyse, wie sie eine gute Business Intelligence liefern kann, liefert hier wichtige Auskünfte. Je früher Sie sich für eine Implementierung entscheiden, desto schneller können sie von den damit gewonnen Erkenntnissen profitieren.

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Warum die Cloud Controller glücklich macht

Das Erste, was viele Firmen mit dem Thema IT in Verbindung bringen, sind die Kosten. Auch beim Thema Cloud ist das nicht anders. Hardwarekosten, Softwarelizenzen, Personalkosten, Ausfallsicherheit oder gar Hochverfügbarkeit, Performance, Internet, Virtualisierung, Administration, Monitoring und vieles mehr: Alles kostet Geld, Unmengen an Geld. Und jetzt kommt auch noch die Cloud. Jeder ahnt, dass man nicht daran vorbeikommt – und das verursacht neue Kosten. Darum möchte ich in diesem Beitrag gar nicht lange auf andere Aspekte der Rechnerwolke eingehen, sondern mich ganz auf einen Bereich konzentrieren: Warum die Cloud aus betriebswirtschaftlicher Sicht interessant ist. Und zwar gerade für mittelständische Unternehmen.

Sicher, Sie haben vielleicht einen eigenen Server in Ihrer Firma, einen PC an jedem Büroarbeitsplatz und dann womöglich noch einige Tablets oder Smartphones im Einsatz. Das alles hat Geld gekostet und wird über eine gewisse Laufzeit abgeschrieben. Und Sie haben eine IT-Abteilung, die sich um alle diese Geräte und die damit verbundenen Anliegen der Nutzer kümmert. Funktioniert doch? Richtig.

Durch die Brille des Controllers betrachtet

Aber betrachten wir die Situation einmal aus dem Blickwinkel eines Controllers: Etwa alle drei Jahre muss die Hardware erneuert, zwischendurch gewartet und die Software regelmäßig aktualisiert werden. Und das bedeutet Beschaffungskosten, die – auf ein Jahr gerechnet – gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen schnell einen substanziellen Kostenfaktor ausmachen können. Dazu kommen Wartungs- und Servicegebühren der externen Dienstleister sowie die Zeitstunden, in denen die eigene IT-Abteilung im hausinternen Support erst einmal alles auffängt, was anfällt. Der Betrieb eines Serverraums kostet ebenfalls Geld. Selbst, wenn der surrende Hardwareriese im kleinen Nebenzimmer eines Büros Platz findet. Nicht nur der eigentliche Betrieb, sondern auch die Datensicherungsverfahren kosten Zeit und Geld. Zuzüglich der Personalkosten, die für den Betrieb unbedingt notwendig sind. Klar, ohne IT geht nichts mehr. Wer würde heutzutage schon ernsthaft behaupten, er könnte im Notfall eben wieder die gute alte Schreibmaschine auspacken und so weiterarbeiten, als wäre es plötzlich wieder 1950? Eben. Bei so vielen Variablen in der IT-Betriebsstruktur ist es natürlich auch kein Wunder, dass sie noch vornehmlich als Kostenfaktor denn als Investition gesehen wird.

Skalierbarkeit rechnet sich

Ständig ist irgendwas: Hardware muss erneuert werden, der Support für ein Produkt läuft aus oder von einem Tag auf den anderen senden Geschäftspartner vermehrt Dokumente mit Anhängen, die sich nicht mit dem eigenen, vielleicht schon etwas älteren Office-Programm öffnen lassen. Und dann kommen ab und an Praktikanten, Werkstudenten oder freie Mitarbeiter dazu, für die Softwarelizenzen für die Anwendungsprogramme aber auch für Datenbank- und Betriebssystem gekauft werden müssen. Selbst, wenn von Anfang an klar ist, dass sie nur für wenige Monate im Unternehmen sein werden. Wäre es nicht besser, flexibel und damit bedarfsgerecht Systeme samt Lizenzen für einen gewissen Zeitraum zu mieten statt zu kaufen? Der eigene Server stünde nicht mehr „on premise“, also auf Firmengelände, sondern wird abgeschafft und ist damit in die Cloud verlagert.

Das gleiche gilt für die eingesetzte Software – und zwar nicht nur Standardapplikationen, sondern auch branchenspezifische Programme. Im Grunde lässt sich alles in die Cloud verlagern und die eigenen Server abschaffen. Zurück bleiben nur noch die Client-Rechner am Arbeitsplatz. Die rechenintensiven Prozesse finden woanders statt. Der Administrationsaufwand für die eigene IT minimiert sich, weil die Wartungen und Aktualisierung von Software und Lizenzen über den Dienstleister erfolgt. Die Beschaffungs- und Wartungskosten für die Hardware beschränken sich auf die Clients, Drucker und Netzwerkkomponenten. Und der Wegfall der Rückstellungen wirkt sich positiv auf das betriebswirtschaftliche Ergebnis aus. Nicht zuletzt gewinnen Unternehmen damit zudem deutlich an Skalierbarkeit, um flexibel auf Krisen reagieren zu können oder Expansionspläne zügig umzusetzen.

Ausfallsicherheit rechnet sich

Ein wesentlicher Vorteil der Cloud liegt zudem in den Kosteneinsparungen durch die bedarfsgerechte Performance und Risikominimierung: Es ist immer genügend Hauptspeicher für Anwendungen vorhanden. Es fallen keine Festplatten oder Controller im Server aus, die schnell ersetzt werden müssen. Ausfallzeiten für Updates fallen ebenfalls nicht an. Und ob ein Server am Rande seiner Leistungsfähigkeit läuft, während ein anderer kaum beansprucht wird, ist für Unternehmen, die auf die Cloud setzen, ebenfalls nicht von Belang. Um das alles und die damit verbundenen Kosten kümmert sich stattdessen der Dienstleister. Er stellt ausreichende und performante Verfügbarkeit zu den Zeiten bereit, in denen Ihre IT funktionieren muss. Und Sie können sich um ihr Kerngeschäft kümmern.

Wer also den IT-Betrieb vereinfacht und auf die Cloud setzt, sorgt damit auch für mehr Effizienz. Die firmeneigene IT kann sich beispielsweise der Projektarbeit zusammen mit Kunden widmen, statt mit Supportanfragen zu Lizenzproblemen und Hardwarekäufen aus dem eigenen Haus ausgelastet zu sein. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht entfallen Rückstellungen und Abschreibungen für Hard- und Software. Was bleibt, sind regelmäßige Mietzahlungen, die für einen korrekten Überblick mit der bisherigen Verfahrensweise in Vollkostenrechnung verglichen werden müssen. Zudem sind sie einfach zu kalkulieren. Läuft das Geschäft gut, wissen Sie genau, welche Kosten für jeden neuen Mitarbeiter investiert werden müssen. Läuft es mal nicht so gut, kann man die IT-Kosten senken. Jede nicht mehr benötigte Lizenz lässt sich oftmals direkt kündigen, während einmal erworbene zeitlich unbegrenzte Nutzungslizenzen nicht zurückgegeben werden können. Selbst Wartungskosten lassen sich oft nur schwer reduzieren, da sie sich am Lizenzkostenpreis orientieren. Dasselbe gilt für die Hardware: Wer hier einmal viel Power eingekauft hat – ganz gleich, ob im Leasing oder zur Abschreibung – kann diese bei geänderten Rahmenbedingungen nicht einfach wieder zurückgeben. In der Cloud lässt sich dagegen flexibel mehr Power für die Zeiträume hinzubuchen, in denen sie benötigt wird.

Die Cloud reduziert Komplexität und Kosten

Zusammengefasst lässt sich also festhalten: Vieles von dem, was ein mittelständisches Unternehmen in der Betriebsstruktur seines IT-Systems nur schwer kalkulieren und tragen kann, lässt sich über die Cloud betriebswirtschaftlich interessant abbilden: Cloud-Services sind schnell, umfassend und einfach verfügbar – und zwar genau dann, wenn sie gebraucht werden. Dazu gehört eine hohe Ausfallsicherheit, ein kurzfristig an die Mitarbeiterstruktur anpassbares Maß von Systemen und Softwarelizenzen und hohe Performance. Auch Datenbanken und Betriebssysteme – also nahezu die komplette Betriebsumgebung – sind für die unternehmenseigene IT kein Thema mehr. Das bedeutet eine erhebliche finanzielle Entlastung, weil aus einer Gleichung mit vielen Unbekannten ein überschaubarer monatlicher Betrag wird, in dem alles enthalten ist. Damit kann sich Ihre Unternehmens-IT darauf konzentrieren, digitale Prozesse voranzutreiben, statt sich in kleinteiligen Supportanfragen der Nutzer zu verlieren.