Jetzt digital: Drei gute Gründe, die Digitalisierung jetzt voranzutreiben

„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: ‚schnellere Pferde‘.“ Dieses Zitat wird Automobilpionier Henry Ford zugeschrieben. Die Frage – so könnte ich mir vorstellen – lautete vielleicht, warum er denn so sehr von Autos überzeugt sei, obwohl Pferde doch alles böten, was die Menschen brauchen. Aber Innovationen entstehen eben nicht aus dem Festhalten an dem, was ist. Sondern daraus, vorauszuschauen, neue Wege zu gehen und sich bietende Möglichkeiten zu ergreifen. So ist es auch mit der Digitalisierung. Und gerade jetzt gibt es drei sehr gute Gründe für Unternehmen, die Digitalisierung ihres Betriebs zu forcieren.

  1. Die bundesweite Förderung „Digital Jetzt!“ gibt Finanzhilfen

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt mit dem finanziellen Förderprogramm „Digital Jetzt!“ kleine und mittlere Unternehmen bis 499 Beschäftigten bei ihren Digitalisierungsvorhaben. Dazu gibt es zwei Fördermodule, die für Investitionen in digitale Technologien oder auf Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeitenden gedacht sind. Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen, bei Investitionen von Wertschöpfungsketten oder -netzwerken kann sie sogar bis zu 100.000 Euro betragen. Wichtig: Die Investitionen in Hard- und Software sind förderfähig, wenn ein direkter inhaltlicher Bezug zum Digitalisierungsvorhaben oder den Förderzielen besteht. Ihr Einsatz muss also mit neuen Funktionen oder Verbesserungen im Hinblick auf die bestehende Ausgangssituation der Digitalisierung im Unternehmen verbunden sein. Weil Anträge ab dem 7. September 2020 online eingereicht werden können und es einige Auflagen zu beachten gibt, lohnt es sich, die entsprechenden Unterlagen so bald wie möglich bereit zu machen. Denn zum Einreichen der Förderung wird ein Digitalisierungsplan benötigt, der das gesamte Digitalisierungsvorhaben beschreibt. Weitere Informationen zur Förderung haben wir in unserem Newsbeitrag zu „Digital Jetzt!“ beschrieben.

  1. Die Pandemie-Krise hat gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist

Gerade in schweren Krisenzeiten wird der Rotstift bei zahlreichen Projekten angesetzt, die keine kurzfristige Liquidität bringen. Dabei haben wir gerade erlebt – und erleben es noch – wie sehr Unternehmen in der Krise davon profitieren, wenn sie sich digital gut aufgestellt haben. Wenn Mitarbeiter beispielsweise problemlos von zu Hause arbeiten können oder bestimmte Prozesse vollautomatisiert sind. Wie wichtig allein die Desktop-Virtualisierung ist, haben wir nun sozusagen in einem unfreiwilligen Feldtest erlebt. Umso wichtiger also, diese Lehren auch anzunehmen und entsprechend umzusetzen. Gerade kurzfristig ergebniswirksame Maßnahmen wie Homeoffice-Lösungen oder ein sicherer Betrieb von Hardware sowie der IT-Infrastruktur rechnen sich vergleichsweise schnell. Die Corona-Krise hat gezeigt, zu welchem Digitalisierungstreiber ein Virus werden kann. Wer sich nun durch die relativ konstanten Fallzahlen hierzulande in Sicherheit wähnt und Digitalisierungsprojekte weiterhin aufschieben will, setzt auf das falsche Pferd. Das Stichwort lautet: digitale Resilienz.

  1. Digitale Technologien sind zentral für den Unternehmenserfolg

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 603 Unternehmen aller Branchen geben 90 Prozent der Befragten an, dass Big Data und Datenanalyse von sehr großer oder eher großer Bedeutung für die künftige Wettbewerbsfähigkeit seien. Das klingt zunächst einmal vorbildlich, allerdings steht diese Aussage im Kontrast zum tatsächlichen Einsatz von Technologien in Unternehmen, die in derselben Umfrage konstatiert wird. Demnach gaben 62 Prozent an, Big Data oder Datenanalyse entweder bereits einzusetzen oder deren Einsatz zumindest zu planen oder zu diskutieren. Das klingt dann doch schon zurückhaltender. Dabei sind die Ableitungen, die sich aus einer guten Analyse auf der Grundlage einer soliden Datengrundlage ableiten treffen lassen, bares Geld wert. Auslastungen, Prozessoptimierungen und vieles mehr werden damit möglich. Gerade die Datenanalyse, wie sie eine gute Business Intelligence liefern kann, liefert hier wichtige Auskünfte. Je früher Sie sich für eine Implementierung entscheiden, desto schneller können sie von den damit gewonnen Erkenntnissen profitieren.